Jun 082017
 

Heute Morgen hat es wieder geregnet und die Woklen sind tief in der Bucht gehangen. Wir hatten aber wieder ein hervorragendes Frühstück, heute haben wir uns für Rühreier mit Räucherlachs entschieden. Zusätzlich gab es noch Müsli, Früchte, Toastbrot, Marmelade und

was mir besonders geschmeckt hat: hausgemachtes Apfelkompott mit Zimt und Nelken. Nach einem Schwätzchen mit unserer Vermieterin haben wir uns auf den Weg nach Mizen Head gemacht. Es ist die südwestlichste Spitze Irlands, an deren Ende sich eine Signalstation befindet. Der Weg dorthin, sprich die Straße ist durchaus als abenteuerlich zu bezeichnen, die wird nämlich immer enger, bis irgendwann keine zwei Autos mehr aneinander vorbeikommen. Kommt dann Gegenverkehr wird es lustig und man muss auf kleine Ausweichstellen hinausfahren. Auf dem Weg dorthin wurde das Wetter unerwartet immer besser und als wir die kleine Wanderung zum Leuchtturm gemacht haben hat die Sonne richtig gebrannt, der Wind war gleichzeitig aber sehr stark. Draußen auf dem Meer hat man aber immer wieder Wolken gesehen, die sich entladen haben; dort hat es dann punktuell geregnet. An den Aussichtspunkten hatten wir eine atemberaubende Sicht auf die steilen Klippen und wie sich die Wellen daran gebrochen haben. Wir könnten sogar einige Robben, beobachten, die trotz der starken Brandung munter herumgeschwommen sind.

Bevor wir wieder aufgebrochen sind haben wir am Auto noch Brotzeit gemacht. Wir sind dann weiter zum nächsten Finger gefahren, der sogenannte Sheep’s Head. Und wieder war die Straße dorthin abenteuerlich, bzw. wurde es immer mehr, je näher man dem Ziel kam. Dort wartete dann noch eine einfach 2 Kilometer lange Wanderung auf uns. Wieder sah man auf dem Meer schlechtes Wetter und auch der Wind war wieder sehr stürmisch, diesmal kam aber der. regen aufs Land und hat uns erwischt. Da wir schon so weit gegangen waren, sind wir bis zum Leuchtturm gegangen und haben uns in seinem Windschatten, der gleichzeitig Regenschatten war, aufgehalten und den Regenguss abgewartet.

Als wir wieder am Auto waren hat es nochmals richtig zu schütten begonnen und als wir uns auf den Weg gemacht haben ist wieder die Sonne herausgekommen, richtig irisches Wetter!
Wir sind dann weiter nach Bantry, wo wir uns ein B&B suchen wollten. Die ersten beiden waren bereits voll, beim dritten hatten wir aber Glück und haben ein Zimmer bekommen. Tipps, wo man gut essen kann haben wir ebenfalls bekommen und wir sollten nicht enttäuscht werden. Das Lokal hieß Fish Kitchen und hatte nur acht oder zehn Tische. Aber unsere Favoriten waren auf der Speisekarte. Matilda Seafood Chowder und wir hatten als Vorspeise ein Dutzend Austern und als Hauptgang Miesmuscheln mit Knoblauchbrot. Dazu ein leckeres Bier. Am Nebentisch saß eine Dame, die mit uns auf englisch anfing zu reden. Als sie uns dann später mit Matilda deutsch sprechen hörte hat sie gelacht und gemeint, dann könnten wir ja auch deutsch miteinander sprechen, sie war nämlich auch aus Deutschland und ist alleine unterwegs um zu Wandern. Sie war ganz erstaunt, als Matilda auch Austern wollte und sie ihr augenscheinlich gut geschmeckt haben.
Danach sind wir gut gesättigt zu unserem B&B zurück und haben den Besuch in der Fish Kitchen nicht bereut, es war ein Highlight dieses Jahr, soviel kann man jetzt schon sagen.
Seid gespannt was wir morgen zu berichten haben, Eure irischen Kanadaverrückten!